Teatime der Extraklasse im Pfortenhaus #frbt2017

AnzeigeWoran denkt ihr denn als Erstes, wenn es um „Alice im Wunderland“ geht? Mir fällt sofort der Verrückte Hutmacher ein, der Märzhase, die Haselmaus und die verrückte Teatime. So hat es uns auch besonders gefreut, dass beim Bloggertreffen auch eine Teatime mit eingeplant wurde. So, jetzt stellt sich aber nun die Frage, wie so eine Teatime im wirklichen Leben nun aussieht? Spießig und Englisch? Mit adretter Kleidung, strengen Benimmregeln und steif? Oder wie bei Alice, dass man an einem großen Tisch sitzt, Tee trinkt, Kuchen isst und alles etwas verrückt abläuft? Oder vielleicht doch ganz anders?

Das Pfortenhaus im Schloss Biebrich

Also mit Schlössern haben wir´s! Letztes Jahr hat das #frbt2016 auf einem Schloss stattgefunden und in diesem Jahr war das #frbt2017 zu Gast in Wiesbaden, im Pfortenhaus am Rande des Schlossparks von Schloss Biebrich. Wir sind hald eigentlich doch kleine Prinzessinnen, aber psssst, muss ja nicht jeder wissen.

 

History first

Wenn es um Schlösser geht, darf der geschichtliche Teil bei mir nicht zu kurz kommen. Was ich in der Schule noch als langweilig empfunden habe, interessiert mich inzwischen umso mehr und deswegen auf zur Geschichtsexkursion mit Alaminja!

Ende des 17. Jahrhunderts wurde von Fürst Georg August Samuel von Nassau-Idstein ein Gartenhaus mit Rheinblick errichtet. Das war der Beginn des Schloss Biebrichs, denn wie die Adligen so sind, wollt der Herzog immer mehr und das Gebäude wurde nach und nach immer wieder erweitert. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts folgte dann ein barocker Park auf Wunsch des Fürsten. Natürlich gehört dazu dann auch ein Pfortenhaus, welches damals als Wachhaus diente. Nach einiger Zeit stand eben dieses Pfortenhaus dann aber sehr lange lehr und der Verfall drohte. Wie gut, dass es hier aber Menschen gibt, die sich genau für solche interessanten und historischen Orte interessieren und diese vor dem Verfall retten. Nicht nur das, wenn diese dann auch noch restauriert werden und neues Leben in die alten Mauern eingehaucht wird, ist das schon ein paar lobende Worte wert! Enrico Dufner ist einer dieser Menschen und eben dieser war unser Gastgeber bei der Teatime der Extraklasse.

 

Luxus-Gastronomie und Catering

Wenn man vor dem Tor des Pfortenhauses steht, kann man noch gar nicht erahnen, was sich wohl dahinter befinden könnte. So war es für uns auch eine schöne Überraschung, als uns persönlich die Tür geöffnet wurde und wir direkt auf unseren Gastgeber Enrico Dufner trafen. Bei der herzlichen Begrüßung konnten wir bereits einen Blick auf den Innenhof des Pfortenhauses erhaschen, in welchem im Sommer sogar bis zu 110 Personen bewirtet werden können. Bevor wir jedoch richtig eintreten konnten, wurden wir noch von einem vierbeinigen Gastgeber begrüßt: Dalmatiner Julius war stets mit von der Partie. So einen lieben und verschmusten Hund habe ich noch nie erlebt. Aber das nur am Rande. Es geht hier ja um das Pfortenhaus und die Teatime und nicht darum, wie sehr wir den Dalmatiner mochten.

 

 

Back to topic: Nach der Begrüßung ging es in das Pfortenhaus. Wer Vintage-chic mag, würde sich hier auf der Stelle mehr als nur wohl fühlen. An jeder Ecke gab es etwas zu entdecken. Wunderschöne Bilderrahmen, eine Candy-Bar, Etageren, Teddys und und und. Im Wohnzimmer des Pfortenhauses angelangt, erwarteten uns schon gedeckte Tische und genau hier sollten wir auch die nächsten Stunden verbringen. Stunden, die wie im Flug vergehen würden, aber das war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst.

 

 

 

Direkt zu Beginn gab es ein paar kurze Geschichtliche Exkursionen von unserem Gastgeber, welcher diese in seiner lockeren Art mühelos in Gespräche mit einbinden konnte. Auch sonst hat er uns viel über sich, das Pfortenhaus und seine Arbeit erzählt. Ganz offen und authentisch. Sehr sympathisch! Nun aber zum kulinarischen Teil der Teatime. Wer jetzt denkt, dass es bei einer Teatime nur Tee und Kuchen gibt, der irrt sich. Ich hatte keine Vorstellung davon, wie sich dieser Nachmittag gestalten würde, dachte aber keineswegs, dass es so ablaufen könnte, wie es das dann tat!

 

 

Die gedeckten Tische – Vintage, chic, eindrucksvoll aber stimmig – ließen schon ein wenig Extravanganz erwarten. Es dauerte nicht lange, dann begann das kulinarische Spektakel bereits. Der erste Gang war eine scharfe Kürbissuppe mit einem Wan Tan.

 

 

Allein die Art und Weise, wie die Gerichte angerichtet waren, ließen mich auf der Stelle staunen. Der Geschmack setzte dem allerdings nochmal ein Krönchen auf. Ich war schon von dieser Suppe begeistert, aber das war nur der Anfang. Als nächsten Gang wurde uns ein Salat mit Heidelbeerdressing, frischen Kräutern – welche unser Gastgeber immer zwischendurch aus dem Hauseigenen Kräutergarten besorgte – und einem veganen Nugget serviert.

 

 

Das Besondere an diesem Salat: Es handelte sich hierbei nicht einfach um Salat aus dem Supermarkt, sondern um Salatsorten, welche schon nahezu in Vergessenheit geraten sind. Fragt mich jetzt bitte nicht nach den Namen, an die kann ich mich nun leider nicht mehr erinnern. Too much information on one day!

 

 

Zwischen den Gerichten konnten wir uns frei im Haus bewegen, hätte es nicht geregnet, hätten wir uns auch mehr draußen umgeschaut, mit Hund Julius spielen und uns spannenden Gesprächen widmen. Man fühlte sich direkt wohl. Das Ambiente war klasse und Herr Dufner versteht es, seine Gäste bei Laune zu halten. Ich kann gar nicht verstehen, wie man so viele Gerichte zaubern und zwischendurch noch so locker Unterhaltungen führen kann, ohne dabei ins Schwitzen zu geraten.

 

 

Weiter mit den kulinarischen Köstlichkeiten. Als nächster Gang gab es einen leckeren Tomatensalat, welcher von einem herzhaften Muffin gekrönt wurde. Im Anschluss wurden kleine Sandwiches serviert.

 

 

Drei verschiedene Sorten, eine besser als die andere, standen zur Wahl: Lachs und Meerrettich, Gurke und Putenbrust mit Erdnussbutter. Letzteres schmeckt übrigens absolut genial und wurde auch Zuhause schon nachgezaubert.

 

 

Zu diesem Gang gab es aber noch mehr. Es handelte sich hierbei nämlich um eine dreiteilige Etagere und nur die unterste Ebene beherbergte Sandwiches. In der Mitte befanden sich eine Mischung aus Pralinen und kleinen Kuchen und on top wurde es gesund: Frisches Obst, gekrönt von essbaren Blüten.

 

 

Auch wenn die Gänge selbst alle klein waren, merkten wir doch sehr schnell das einsetzende Sättigungsgefühl. Wir dachten eigentlich, dass wir uns nun dem Ende nähern würden aber auch hier haben wir uns geirrt. Es gab noch viele Köstlichkeiten, die unser Gaumen erkunden durfte.

 

 

Es folgte ein Salat aus Quinoa, welcher von einem Hähnchenspieß getoppt wurde. Der Salat selbst war lecker gewürzt, aber das Hähnchen war hier mein Highlight. Super lecker, würzig und genau nach meinem Geschmack.

 

Nun aber zum Tee

Wir waren noch lange nicht am Ende angelangt, jetzt kam es aber zu dem Teil der Teatime, den man sich eben doch unter einer Teatime vorstellt: Tee! Wir konnten selbst wählen, ob wir nun eine von unzähligen Teesorten wählen oder doch lieber einen Kaffee oder einen Kakao trinken wollten. Ich entschied mich für einen starken Kaffee, denn durch das viele leckere Essen war ich schon ein klein wenig dösig geworden. Was gehört zu Kaffee und Tee? Ein weiterer Gang versteht sich!

 

 

 

Frische Scones serviert mit Clotted Cream, Fruchtaufstrich und dazu auch noch kleine Kuchen. Ich habe noch nie so leckere Scones gegessen! Last but not least wurden wir noch mit einem kleinen Experiment überrascht. Ein letzter Gang, welcher aus Dulce de Leche und Bananen bestand. Genial sage ich euch. Die Konsistenz, der Geschmack, einfach alles. Wow!

 

 

Endlich gab es kein Essen mehr 😉 Es war alles so unsagbar lecker, man konnte einfach keinen Gang auslassen oder irgendwo einfach weniger essen, das wäre schließlich Verschwendung gewesen. Wir waren alle pappsatt, glücklich und zufrieden. Also höchste Zeit, sich ein wenig die Beine zu vertreten und das Pfortenhaus und den Außenbereich noch ein wenig zu erkunden. Auch hier stand uns Herr Dufner Rede und Antwort zu unseren vielen Fragen. Was mich hier total verblüfft hat war, dass das Pfortenhaus direkt an einer stark befahrenen Straße liegt, man im Inneren des Gebäudes aber keinerlei Straßenlärm hört. Man kann also in Ruhe die kulinarischen Köstlichkeiten genießen.

Wer nun auch einmal Lust auf so ein Erlebnis der Extraklasse hat, kann nicht einfach mal im Pfortenhaus vorbeikommen, denn dieses öffnet seine Türen nur auf Reservierung. Bis zu 32 Gäste finden im Wohnzimmer des Pfortenhauses Platz und können dort bewirtet werden. Wer nun also in der Nähe von Wiesbaden wohnt, sollte sich das für einen besonderen Anlass auf jeden Fall einmal überlegen. Ich würde jederzeit wieder an so einer tollen Teatime teilnehmen, wenn der Weg nur nicht so weit wäre.

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal bei unserem Gastgeber bedanken. Ich schwärme heute noch von diesen Köstlichkeiten und werde es auch noch lange Zeit tun. Das Ambiente war klasse und ich habe mich absolut wohl gefühlt.

eure

 

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